| 25 Jahre Kalabscha-Tor in Berlin |
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Als in
den Sechzigern des letzten Jahrhunderts auch dieser unternubische Tempel,
geweiht dem Mandulis und der Isis, in den Fluten des Nasser-Stausees zu versinken
drohte, beteiligte sich die Bundesrepublik Deutschland an dessen Zerlegung
und an seinem Wiederaufbau auf einer Anhöhe am Westufer des Nil südlich
von Philae. Als Dank für diese Hilfeleistung machte die Arabische Republik
Ägypten das Tor des augusteischen Tempels der Bundesrepublik zum Geschenk.
Zusammengesetzt von Dieter Arnold, ziert es nun seit 25 Jahren das Entrée
des Marstall in Berlin-Charlottenburg in monumentaler Größe. Zum
Anlass dieses Jubiläums hatte am 24. Juli 2002 die Stiftung Preussischer
Kulturbesitz zu einem Festakt geladen.
Das Interesse
war groß und entsprechend drangvoll die Enge. Professor Dr. h.c. Klaus-Dieter
Lehmann, Präsident der Stiftung, hielt die Begrüssungsrede, und
Professor Dr. Dietrich Wildung, Direktor des Ägyptischen Museums und
Papyrussammlung, sprach in seinem Beitrag über Perspektiven u.a. auch
über vier weitere zum Tempeltor gehörige Blöcke, die zufällig
auf Elephantine entdeckt worden waren. Man hatte sie wohl seinerzeit bei der
Zerlegung des Tempels "verlegt". Professor Wildung äusserte die Hoffnung,
dass auch diese Teile bald in Berlin sein werden, um das Monument weiter
zu vervollständigen.
Das Grußwort
von S.E. Mohamed Al Orabi, Botschafter der Arabischen Republik Ägypten,
nährte diese Hoffnung. Der Botschafter versprach, alles dafür zu
tun, dass Berlin in den Besitz dieser Blöcke gelangt. Schließlich
hielt Professor Dr. Erich Winter, Prof. emrit. an der Universität Trier,
einen fesselnden Lichtbildervortrag, in welchem er dem sehr interessierten
Auditorium seine Theorie zur Datierung des Kalabscha-Tempels in die Zeit des
Octavian/Augustus detailliert darlegte. Herr Professor Winter war bereits
25 Jahre zuvor Festredner in Berlin gewesen - zur feierlichen Ausstellungseröffnung
des Kalabscha-Tores.
Zum Abschluss
fanden sich die gut gelaunten Gäste im Hof des Museums ein, um dort
bei einem Glas Wein den gelungenen Abend ausklingen zu lassen. Text und Fotos: Gitta Warnemünde
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